Schamanischer Rat zur energetischen Reinigung
- Thomas Börner

- 16. Apr. 2022
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Aug.
Oft werde ich gefragt...
Was ist eine energetische Reinigung?
Warum ist sie wichtig?
Wie führst du sie durch?
Genauso wie ein Erlebnis in uns eine Erinnerung hinterlässt, hinterlassen auch energetische Berührungen ihre Abdrücke im Feld von Räumen, Gegenständen und Wesen.
Bevor und nachdem ich beispielsweise eine schamanische Behandlung durchführe, reinige ich mich selbst, den Raum, die Klientin oder den Klienten sowie die Gegenstände, die wir während der Arbeit verwenden. Dabei geht es nicht (immer) darum, „negative Energien“ zu entfernen, sondern vielmehr darum, Neutralität zu schaffen, sodass wir unbeeinflusst wirken können.
Dinge, die wir zu uns holen, sind in der Regel schon durch viele Hände gegangen und waren sowohl Beobachter vieler Situationen als auch Interakteure mit den unterschiedlichsten Wesen. Bei einem Edelstein denke ich zum Beispiel neben den Energien seines Entstehungsortes auch an die Menschen, die ihn abgebaut haben. Dann wird er verarbeitet, transportiert, gehandelt oder er hatte vielleicht schon Vorbesitzer. Unter Umständen können anhaftende Energien seine Kraft hemmen – und manche Energien möchte ich nicht zu mir einladen.
Darüber hinaus soll Neutralität für die neue Aufgabe geschaffen werden. Eine energetische Reinigung führe ich auch dann durch, wenn ich einen Gegenstand mit neuen Energien aufladen möchte oder wenn ich etwas daraus extrahiert und darin „zwischengespeichert“ habe.
Für ein Reinigungsritual frage ins Feld und nimm wahr, welcher Kraft es gerade bedarf. In der praktischen Ausgestaltung des Rituals sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Hier möchte ich einige Inspirationen mit Dir teilen, die sich der Kräfte der 5 Elemente bedienen.
ERDE:
Vergrabe einen Gegenstand in der Erde oder lege ihn an eine Baumwurzel. Verbinde Dich mit dem Element in liebevoller Hinwendung an seine Kraft und bitte um energetische Reinigung. Über den physischen Kontakt von Füßen und Händen zur Erde oder durch das Anlehnen an einen Baum können wir auch unser eigenes Energiesystem bereinigen und gleichzeitig neue Kraft in die entstehenden „Lücken“ einladen. Entscheidend sind die bewusste Verbindung und die klare Intention.
FEUER: Feuerfeste Gegenstände können direkt in ein Feuer gelegt werden. Mit der Feuerenergie können wir uns auch über Wärme oder die Sonnenkraft verbinden.
WASSER:
Stehendes Wasser (z. B. in einer Schale oder einem Glas), mit klarer Intention und der Bitte, dass die Energien ins Wasser übergehen mögen, eignet sich ebenso gut wie fließendes Wasser eines Baches, Flusses oder Wasserhahns, mit der Intention, die Energien hinfortzuspülen.
LUFT: Binde einen Gegenstand an einen Ast und lass die Energien vom Wind hinforttragen. Auch Dein eigenes Energiesystem kannst Du in achtsamer Naturverbindung vom Wind „durchpusten“ lassen. Das Räuchern von Gegenständen und Personen würde ich ebenfalls dem Element Luft zuordnen. Mit dem Rauch steigen die Energien in die luftigen Höhen des Himmels auf.
ÄTHER:
Das Element Äther – manchmal auch „Geist“, „Raum“ oder „Quintessenz“ genannt – ist weniger greifbar als Erde, Feuer, Wasser oder Luft. Es steht für das Unsichtbare, das alles miteinander verbindet, den Raum, in dem Energien fließen und sich bewegen. In der energetischen Reinigung ist Äther die Ebene, auf der wir selbst als Kanal wirken können.
Wir arbeiten dabei nicht mit äußeren Elementen wie Stein, Wasser oder Rauch, sondern mit unserer eigenen Lebensenergie in bewusster Ausrichtung.
Methoden zur Arbeit mit dem Äther können zum Beispiel sein:
Atemkraft: Mit der bewussten Lenkung des Atems können wir Energien bewegen, reinigen oder transformieren. Ein kräftiger Ausatem kann symbolisch Energien fortblasen, ein sanftes Anhauchen kann neue Energie übertragen.
Handauflegen: Unsere Hände sind machtvolle Werkzeuge. Durch bewusste Berührung oder das Führen der Hände im Energiefeld eines Gegenstands oder Menschen lassen sich Energien lenken.
Besprechen oder Gebet: Worte sind Schwingung und tragen Kraft. Ein bewusst gesprochenes Wort, ein Gebet oder ein Segensspruch können energetische Informationen übertragen und Reinigung unterstützen.
Tabakrauch: In vielen schamanischen Traditionen gilt Tabak als heilige Pflanze. Sein Rauch dient nicht nur als Luft-Element, sondern auch als Träger des Willens und als Verbindung in die geistige Welt. Über ihn können Bitten, Absichten und Dank übermittelt werden.
Besonders wichtig beim Wirken mit Äther ist die klare Intention: Wir möchten nicht aus uns selbst heraus Energie geben, sondern uns als Kanal zur Verfügung stellen. Das bedeutet auch, bewusst Grenzen zu wahren – wir nehmen nichts Fremdes in unser eigenes Energiesystem auf, sondern lassen die Energien durch uns hindurchfließen.
So wird Äther zur Brücke zwischen der materiellen und der spirituellen Ebene und hilft uns, Reinigung in tieferen, feinstofflichen Dimensionen zu bewirken.

























