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Lichter in der Dunkelzeit: Zwischen Samhain und Jul

Aktualisiert: 6. Dez. 2025



Liebe Schwestern, liebe Brüder,

dieser Blogbeitrag wird wahrscheinlich der letzte in diesem Jahr sein. Der Kalender ist bis zum Jahresende schon reichlich gefüllt. Es gibt jedoch noch freie Termine bis zum 19.12.2025. Am 20.12.2025 findet dann die Gruppe zur Sonnenwende und der gemeinsame Übergang in die Rauhnächte statt (Infos ganz unten im Beitrag), mit der ich dann in ein paar Tage Urlaubszeit übergehe. Ich mache Urlaub vom 21.12.2025-04.01.2026. In diesem Zeitraum bin ich persönlich nicht erreichbar. Nutzt gern die Möglichkeit zur Online-Terminvereinbarung und für alle anderen Anliegen, schreibt mir eine E-Mail oder hinterlasst eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Ich melde mich dann im neuen Jahr.


Während ich meine Festtagsgrüße und kleine Aufmerksamkeiten an jene sende, die ich bereits begleiten darf, habe ich bemerkt, wie viele neue Menschen inzwischen online in dieser Gemeinschaft angekommen sind - bei Instagram, Facebook, Youtube, hier über die Website oder über E-Mails. Vielleicht aus Neugierde, vielleicht aber auch wegen eines persönlichen Themas...? -

Was führt Dich hierher?


Ich möchte auch Dir in diesem Jahr zur Jul-Zeit etwas schenken und Dich damit herzlich begrüßen - ohne große Worte, sondern mit dieser kleinen Geste: Alle neuen Klient*innen, die bis zum 31.12.2025 über die Website einen Ersttermin in meiner Praxis oder für die Online-Seelsorge & -Beratung buchen, erhalten eine energetische Reinigung zusätzlich zur Terminzeit – mit dem Codewort „Jul“.*


Damit soll etwas entstehen, das mir sehr wichtig ist: ein offener, geschützter Raum, in dem Du erstmal ankommen darfst und meine Arbeitsweise kennenlernen kannst.


*Einmalig gültig für Ersttermine, die bis zum 31.12.2025 gebucht werden und spätestens am 28.02.2026 stattfinden. Es gilt das Datum der Buchung. Nur solange freie Termine verfügbar sind. Bitte gib das Codewort „Jul“ im Kommentarfeld der Buchung an.

Inspirationen zur Zeitqualität


Die Wochen zwischen Samhain und Jul gehören zu den stillsten und zugleich kraftvollsten des Jahres. Viele von uns empfinden diese Zeit als „dunkel“, denn die Tage sind in dieser am kürzesten, die Nächte werden zunehmend länger, und die Natur zieht sich ein Stück weit nach innen zurück.


Doch wer tiefer schaut, erkennt:

Die Dunkelzeit ist keinesfalls leer.

Sie ist erfüllt von leisen Lichtern, inneren Bildern, Erinnerungen und der alten Verbindung zu den Ahnen.


Samhain, das Ahnenfest, markierte in alten keltischen Traditionen das Ende des alten Jahres und den Beginn des neuen. Es ist eine Zeit, in der die Grenze zwischen der sichtbaren Welt und der unsichtbaren Sphäre der Ahnen besonders durchlässig erschien.


Nicht als gruselige Geschichte, sondern als Moment ehrlicher Nähe: In den Familien wurde an die Menschen gedacht, die vor uns gingen. Manche stellten ihnen einen Platz am Tisch bereit, entzündeten Kerzen oder erzählten Geschichten über sie. Es war ein stiller Akt des Erinnerns und des Bewusstwerdens, dass wir ein Teil einer langen Linie sind. Diese Verbindung wirkt bis heute.


Auch hier im schamanischen Raum feierten wir gemeinsam das Samhain-Fest mit Geschichten und Erinnerungen durch Worte, Fotos und Erbstücke. In einem Ritual der Stille luden wir die Ahnen ein, sich uns mitzuteilen und durften Zeichen und Wunder erleben.


Auch zum gemeinsamen Abendessen wurde der Tisch für die Ahnen mitgedeckt. Herzlichen Dank für die herzerfüllende gemeinsame Zeit!


Samhain 2025 im schamanischen Raum

In den Wochen nach Samhain spüren viele Menschen eine innere Sensibilität, eine Bereitschaft zur Rückschau. Das hat nichts Morbides. Im Gegenteil: Wenn wir uns an unsere Wurzeln und auch an die Vergänglichkeit erinnern, entsteht eine Orientierung, die uns stärkt.


Die Ahnen sind kein Zentrum der Schwermut, sondern eine Art innerer Kompass.


Mit jedem Tag, der kürzer wird, nähern sich die Wintersonnenwende und die Jul-Festtage. Die längste Nacht bringt gleichzeitig das Versprechen: Von hier an wird das Licht zurückkehren.


Die Menschen entzündeten daher Feuer, Kerzen und Lichter, nicht nur um die Dunkelheit zu vertreiben, sondern um das erneute Erblühen zu begrüßen. Jul ist ein Fest der Wiederkehr, ein stilles Aufleuchten mitten im Winter.


Wenn man diese beiden Feste zusammen betrachtet, erkennt man eine schöne Bewegung: Samhain öffnet den Blick nach innen und zurück – zu unseren Wurzeln, zu unseren Ahnen, zu dem, was uns geformt hat. Jul führt nach vorne – zum Licht, zu neuen Wegen, zu der Kraft, die wieder wächst.


Dazwischen liegt die Dunkelzeit, die gar nicht dunkel ist, sondern voller kleiner, persönlicher Lichter. Diese Lichter sind Rituale, Gedanken, Erinnerungen, Kerzen, Gespräche, Momente der Ruhe. Sie zeigen uns, dass Stille nicht gleich Leere ist.


Es lohnt sich, diese Phase bewusst zu begehen. Mutter Erde gibt Dir einen Rhythmus vor, der Dich fast automatisch nach innen führt. Und wenn Du dort verweilst, findest Du Klarheit, Orientierung und manchmal eine leise Form von Frieden, die im Lärm des Sommers kaum hörbar wäre.


Durchbrich die Dunkelheit doch mal mit etwas Eigenwilligem! Setz Dich z. B. abends ans Fenster und lausche Deinem Wohnort, als wäre er ein Wesen, das Dir Geschichten erzählt. Schreib einen Satz auf, den Du in genau diesem Moment spürst – nicht „über Dich“, sondern „aus Dir“. Sammle diese Sätze wie kleine Samen für den nächsten Frühling.


Eine andere Möglichkeit: Lege einen Gegenstand, der für Dich Bedeutung hat, in die Dunkelheit eines unbeleuchteten Raumes. Komm am nächsten Abend zurück und betrachte ihn erneut, diesmal bei Kerzenschein. Was hat sich verändert? Gibt das Objekt selbst eine Antwort auf eine Deiner aktuellen Lebensfragen?


Oder mache Dir ein leises, nächtliches Ritual aus dem Atem: Atme aus, als würdest Du Nebel in die Dunkelheit schicken, und atme ein, als würdest Du das Licht des nächsten Tages vorwegnehmen. Es ist unspektakulär, aber oft erstaunlich wirksam, weil es Dich mit Deinem natürlichen Rhythmus verbindet.


Zu Eigenwilligkeit, Kreativität und Selbstausdruck möchte ich Dich allgemein ermutigen!


Bestimmt hast Du bereits ganz eigene Riten und Traditionen in der Winter- und Weihnachtszeit?


Bei mir ist es zum Beispiel Tradition, dass kein Weihnachtsbaum gekauft wird, auch kein künstlicher oder einer im Topf. Dennoch ist mir das Schmücken wichtig und fast heilig. Ich arbeite viel mit den Farben rot (Mutterschoß), weiß (Samen des Lichts) und grün (immergrüne Natur). Ich schmücke einfach die Pflanzen, die sowieso schon im Haus sind.


Wenn es innen trüb wird, kann eine kleine Geste der Verbundenheit Wunder wirken: Entzünde eine Kerze und widme sie einer Deiner inneren Sehnsüchte, der Du lange nicht mehr zugehört hast um ihr Raum zu geben. Manchmal erleben wir dadurch ein Aufatmen, weil etwas Unbeachtetes gesehen wird.


Und wenn mal gar nichts geht, kann ein Spurwechsel helfen: Stell einen Duft in den Raum, der nichts mit Winter zu tun hat. Ein Tropfen Frühlingsblüte oder Zitrus auf einem Tuch, irgendwo versteckt, irritiert das System leicht – auf eine gute Art. Es bricht das Dunkel auf, nicht durch Stärke, sondern durch einen unerwarteten Hauch von Anderer-Welt.

Auch Gemeinschaft trägt uns leichter durch die dunklen Tage. Das war damals so und ist heute so. Gemeinschaft soll auch hier im schamanischen Raum am 20.12. entstehen! Möchtest Du Teil der Gruppe zur Feier der Wintersonnenwende und dem Übergang in die Rauhnächte sein? Aktuell gibt es noch einen freien Platz.


Sonnenwendfeier im kleinen Kreis & gemeinsamer Übergang in die Rauhnächte
20. Dezember 2025, 12:00–17:00 UhrHamburg
Jetzt anmelden

Vielleicht bis bald?

Ich grüße Dich!


Thomas


PS:

Inzwischen sind schon alle Termine für die Jahreskreisfeste 2026 online und Du kannst Dich bereits jetzt anmelden! Schau mal hier:




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