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Imbolc 2026 in der Jahreskreisgruppe: Ein Rückblick auf unser Fest





Am 31. Januar kam die Jahreskreisgruppe in schon bekannter Gemeinschaft zusammen , um gemeinsam Imbolc zu feiern – jenes Fest des wiederkehrenden Lichts, das im keltischen Jahreskreis den Übergang zum nahenden Frühling markiert.


Der Name „Imbolc“ ist ein altirischer Ausdruck für „im Schoß“ oder „in der Gebärmutter“ und steht sinnbildlich für: Das Neue ist bereits da, aber noch nicht sichtbar. Die Natur beginnt sich vorzubereiten. Und das taten wir gemeinschaftlich ebenso.


Ein gemeinsamer Altar für das wachsende Licht


Wie bei jeder Jahreskreisfeier begann unser Tag mit dem lockeren Ankommen im Kreis.


Gemeinsam schmückten wir danach den Imbolc-Altar mit kleinen Gaben, die die Teilnehmerinnen für die Spirits mitgebracht hatten. Jeder Gegenstand erzählte seine eigene Geschichte und brachte eine persönliche Verbindung zu den Kräften dieser Jahreszeit in den Raum.


Schon beim Aufbau entstand jene besondere Stimmung, die sich nur schwer in Worte fassen lässt: das Gefühl, gemeinsam etwas Heiliges bzw. Heilsames vorzubereiten.


Die Imbolc-Kerze


Im Mittelpunkt unseres Kreises stand diesmal eine große weiße Kerze. Weiß – die Farbe des ungeborenen Lichts. Die Farbe dessen, was noch keinen Namen trägt und dennoch bereits existiert und Alles in sich trägt.


Jede Teilnehmerin verzierte die Kerze mit Symbolen, Farben und persönlichen Impulsen. Nicht mit dem Anspruch, etwas Perfektes zu erschaffen, sondern etwas Echtes.


Als die Kerze schließlich entzündet wurde, erhellte sie nicht nur unseren Kreis für diesen Tag. Sie wurde Lichtenergie für die gesamte Lichtmess-Zeit. Bis heute steht sie in meinem schamanischen Raum und begleitet alle Menschen, die ihn betreten, mit ihrem warmen Schein.


Ich hatte weitere Kerzen in verschiedenen Größen vorbereitet, die die Teilnehmerinnen dann für sich verzieren, segnen und mit nach Hause nehmen konnten.


Was ist Imbolc eigentlich?


Bei einem gemeinsamen Mittagessen widmeten wir uns anschließend den Hintergründen dieses besonderen Festes.


Wir sprachen über die keltische Lichtgöttin Brigid – Hüterin des Feuers, der Inspiration und der Heilung. Über ihre Verbindung zur christlichen Heiligen Brigid von Kildare und über die Parallelen zu Maria Lichtmess, das ebenfalls Anfang Februar gefeiert wird.


In vielen Traditionen gilt Brigid als Verkörperung des jungen Lichts. Sie erscheint dort, wo nach einer langen Dunkelheit wieder Hoffnung entsteht. Dort, wo neue Ideen geboren werden. Dort, wo etwas wachsen möchte.


Wir betrachteten die alten Symbole dieses Festes, sprachen über Schneeglöckchen als erste Frühlingsboten, über die Birke als Baum des Neubeginns und über die Bedeutung der Reinigung als Vorbereitung auf den kommenden Jahresabschnitt.


Immer wieder wurde deutlich:

Imbolc ist kein lautes Fest.

Es ist ein Innehalten.

Ein Lauschen.

Ein Reinigen. Ein Vorbereiten.


Raum schaffen für das Kommende


Nach dem theoretischen Teil gestalteten wir gemeinsam ein Reinigungsritual. Damit folgten wir in modernem und individuellem Rahmen einer alten Lichtmess-Tradition.


Denn bevor Neues entstehen kann, braucht es Raum.


Im Kreis reflektierten wir darüber, wo wir persönlich im Hier und Jetzt stehen, was sich seit der Wintersonnenwende und den Rauhnächten entwickelt hat.


Mit den Düften von Mariengras und Weihrauch arbeiteten wir anschließend auf energetischer Ebene mit den Qualitäten des Loslassens und der Öffnung.


Langsame Bewegungen. Tiefe Atemzüge. Stille.


Viele Teilnehmerinnen berichteten später, dass gerade dieser Teil des Tages eine besondere Tiefe entwickelt hatte. Als würde etwas von den Schultern fallen. Als würde das eigene Licht wieder etwas klarer sichtbar werden.


Brigid-Kreuze flechten


Einer der Höhepunkte des Nachmittags war das gemeinsame Flechten von Brigid-Kreuzen in unserer gemütlichen Runde, köstlich versorgt mit Lupinenkaffee, Obstsalat und Gebäck. An dieser Stelle nochmal herzlichsten Dank für alles, was ihr mitgebracht habt!


Brigid-Kreuze werden in Irland seit Jahrhunderten hergestellt und in Häusern aufgehängt, um Segen, Schutz und die Gegenwart Brigids einzuladen.


Während die Hände das Stroh verflochten, richtete sich die Aufmerksamkeit nach innen:

Welche Vision möchte ich nähren?

Welche Qualität soll in meinem Leben wachsen?

Welches Licht möchte durch mich in die Welt kommen?


Es entstand eine konzentrierte, fast meditative Atmosphäre.

Am Ende hielt jede Teilnehmerin ihr eigenes Brigid-Kreuz in den Händen – nicht nur als handwerkliches Werkstück, sondern als sichtbaren Ausdruck einer inneren Ausrichtung.


Das Licht nähren


Imbolc erinnert uns daran, dass Wachstum nicht mit großen Sprüngen beginnt.

Es beginnt mit einem kleinen Licht.

Mit einer Idee.

Mit einer Sehnsucht.

Mit einer Entscheidung.


Vielleicht ist genau jetzt die Zeit, diesem Licht Aufmerksamkeit zu schenken.


Blessed be.



Das nächste Fest wartet bereits auf uns.

Und mit ihm das nächste Kapitel im immer wiederkehrenden Kreislauf der Natur.


Ich freue mich darauf, den Jahreskreis gemeinsam mit bekannten und neuen Gesichtern weiterzugehen! Ruft Dich der Jahreskreis? Du bist herzlich willkommen in der Gruppe! Infos & Anmeldemöglichkeiten für die kommenden Jahreskreisfeste findest Du hier:







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